"Danke" sagen – aber wie?

Vom kleinen Dankeschön bis zur großen Ehrung, das Aussprechen von Dank und Anerkennung untereinander sollte ein fester Bestandteil der Organisationskultur eines Vereins sein. Seinen Ursprung hat der richtige Dank zur rechten Zeit in der aufmerksamen Anerkennung und Wertschätzung für die Menschen, die das Gemeinschaftswerk Verein tragen und voran bringen. Doch welche Ideen – neben den Ehrungen durch Verein und Verband – gibt es da? 

Ein festlicher Anlass, Gäste und eine Person, die vor allen Anwesenden hervorgehoben wird. Die Verdienste, die sie sich erworben hat, oder die sich eine Gruppe erworben hat, für die diese Person stellvertretend steht, werden gewürdigt, der Person wird von hoher Stelle (Vorstand, Kreisvorstand) gedankt und sie erhält eine Ehrengabe. Das kann ein Blumenstrauß sein, ein sehr persönliches Geschenk, ein Foto der betreuten Mannschaft mit Unterschriften, es kann auch ein wertvolles Geschenk (lieber ein edles Glas, als eine Billiguhr) sein – was passt, entscheiden Sie und Ihr Vorstand. 

Wer ist dran?

Wenn Sie regelmäßig einzelnen Personen den ausdrücklichen Dank und die Anerkennung des Vereins aussprechen wollen (und das sollten Sie unbedingt tun), dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als wieder einmal eine Liste anzulegen. Wer hat überhaupt schon mal welche Ehrung erhalten? Wer hat sich über die Jahre kontinuierliche Verdienste erworben, wo hat sich jemand durch einen besonderen aktuellen Einsatz Verdienste erworben, und wo sind die vielen kleinen Helfer, ohne die im Verein nichts laufen würde?

Der Tag des Ehrenamtes

Es gibt ihn, den Tag des Ehrenamtes. Weltweit wird er am 5. Dezember begangen. Sollten Sie Ihre Ehrungsveranstaltung auf dieses Datum legen, ist Ihnen zusätzliche Aufmerksamkeit von Seiten der Lokalpresse (dank des internationalen Datums) gewiss. Aber auch jeder andere Tag eignet sich zu Ihrem "Tag des Ehrenamts": Die Weihnachtsfeier des Vereins, die traditionelle Helferfete, die Mitgliederversammlung, das Sommerfest, das Pfingstturnier, denn alle diese Ereignisse haben den Vorteil, dass dort bereits ein Rahmen geschaffen und ein Publikum anwesend ist und Sie sich um beides nicht mehr zu kümmern brauchen.

Sie brauchen Ihrer Ehrung nur noch einen geeigneten Platz im Veranstaltungsablauf zu schaffen und dafür sorgen, dass die zu Ehrenden (mit ihren Lebenspartnern) auch anwesend sind. Natürlich müssen Sie sich auf die Ehrung vorbereiten, ein paar Worte zu den zu Ehrenden zu sagen wissen (anhand des Mitarbeiterbogens und des Steckbriefes kein Problem) und die geeignete Ehrengabe (Blumen, ein Buch mit Widmung, ein Sweater mit Vereinswappen ...) vorbereiten. Denken Sie an den idealen "Ehrungs-Mix" aus einem Teil langgedienten Fuhrleuten, einem Teil herausragender Leistungen des vergangenen Jahres und einem Teil "guter Geister" ohne die nichts ginge, die aber allzu leicht vergessen werden.

Danken als Teil der Vereinskultur 

Die ganzen offiziellen Ehrungen nützen wenig, wenn Dank und Anerkennung nicht Teil des alltäglichen Umgangs miteinander sind. Um diese Art des Umgangs anzuregen oder zu unterstützen, können Sie den Aushang benutzen, den wir hier für Sie vorbereitet haben und der zu eben dieser gegenseitigen Dankbezeugung auffordert. Ergänzend dazu können Sie und Ihre Kollege in den Gremien und Vorständen den ebenfalls hier bereitgestellten Postkartenvordruck nutzen, um einfach mal "so zwischendurch" jemandem Danke zu sagen, der es verdient hat, oder gerade besonders braucht.

Das "Wandernde Dankeschön"

Das "Wandernde Dankeschön" ist ein schön gebundenes Notizbuch, mit einer Widmung und "Gebrauchsanweisung" am Anfang: Der Mensch, der es erhält, wird namentlich in das Notizbuch eingetragen und ein paar Zeilen geben Auskunft darüber, wofür dieser Person Dank gebührt, unterzeichnet von demjenigen, der den Dank ausspricht. Dies kann eine allgemeine, eine stellvertretende oder eine ganz persönliche Danksagung sein, nur mit dem Verein sollte sie etwas zu tun haben. Wer das wandernde Dankeschön erhalten hat, darf es einen Monat lang behalten, bevor er es an den Menschen weitergibt, dem er selbst immer schon einmal seinen Dank aussprechen wollte. So füllt sich das Buch allmählich mit einer ganz persönlichen Dokumentation von Leistungen und Anerkennung und das "Dankeschön" wird nebenbei zu einer motivierenden Lektüre. Natürlich dürfen einzelne Mitarbeiter dieses wandernde Dankeschön auch mehrfach erhalten.