Rechtsmittelbelehrungen in der Sportgerichtsbarkeit

Eine Rechtsmittelbelehrung (RMB) ist eine bei sportgerichtlichen Entscheidung beigefügte Belehrung über Art, Form und Frist etwa gegebener Rechtsmittel. Dazu nimmt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) Bezug auf die unten aufgeführten Paragraphen der Recht-und Verfahrensordnung des Westdeutschen Fußball-Verbandes (WDFV).

§ 38 Wirksamkeit der Entscheidungen

(1) Entscheidungen der Verwaltungsstellen und der Rechtsorgane werden – soweit es sich nicht um die Verhängung von Sperrstrafen gegen Spieler handelt – erst mit Eintritt der Rechtskraft wirksam und vollstreckbar, es sei denn, die Verwaltungsstelle oder das Rechtsorgan hat die sofortige Wirksamkeit seiner Entscheidung aus Gründen der sportlichen Disziplin angeordnet. Sperrstrafen gegen Spieler werden mit der Bekanntgabe sofort wirksam.

(2) Entscheidungen werden rechtskräftig, wenn

a) ein Rechtsmittel nicht statthaft ist: nach mündlicher Verhandlung mit ihrer Verkündung, hat eine mündliche Verhandlung nicht stattgefunden, mit Zustellung,

b) Rechtsmittel statthaft sind: mit fruchtlosem Ablauf der Rechtsmittelfrist, mit Rechtsmittelverzicht oder mit Rechtsmittelrücknahme.

§ 39 Rechtsmittelbelehrung

(1) Jede Entscheidung eines Rechtsorgans muss mit einer Rechtsmittelbelehrung oder mit dem Hinweis, dass ein Rechtsmittel nicht zulässig ist, versehen werden.

(2) Die Belehrung hat schriftlich (§ 14) zu erfolgen, in der Regel durch Aushändigung bzw. Übersendung eines Formblattes.

Nachfolgend finden Sie die Rechtsmittelbelehrungen der (Jugend-)Sportgerichte des FLVW.

(Abkürzungen: KJSG = Kreis-Jugend-Sportgericht / BJSG = Bezirks-Jugend-Sportgericht / VJSG = Verbands-Jugend-Sportgericht / KSG = Kreis-Sportgericht / BSG = Bezirks-Sportgericht / VSG = Verbands-Sportgericht)