Michael Huke zieht nach den DLV-Titelkämpfen ein gemischtes Fazit

„Wir müssen auch einmal mit so einem schwarzen Wochenende leben", sagte der Manager des TV Wattenscheid 01, Michael Huke, nach den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften an diesem Wochenende in Berlin und zog ein gemischtes Fazit einer Meisterschaft mit nur einer einzigen Medaille (Amanal Petros, Bronze über 5.000 Meter).

„Natürlich waren die vielen Ausfälle unser Top-Athleten ein großes Manko. Aber die zweite Reihe unserer Athleten konnte hier einmal zeigen, was sie kann. Am ersten Tag hat das nicht so ganz geklappt, wie ich mir das gewünscht hätte, da haben einige nicht ganz den letzten Schritt auf das Treppchen geschafft, denen das eigentlich zuzutrauen gewesen wäre. Am zweiten Tag war das schon besser, gerade die persönlichen Bestleistungen von Julia Ritter waren sehr erfreulich. Insgesamt hatten wir aber viele vierte Plätze, viele fünfte und achte. Das ist ja auch das, was wir wollen: Möglichst viele Athleten in die nationale Spitze bringen. Wir werden diesen Weg unbeirrt weiter gehen, immer wieder eigene Athleten aufzubauen und zu fördern. Auf einem guten Weg ist auch Daniel Jasinski nach seiner langen Verletzung, da mache ich mir keine Sorgen, dass er die WM-Norm noch wirft. Sein vierter Versuch war ja schon über die 65 Meter, wurde aber ungültig gegeben. Dass dem nicht so war, konnten wir aber leider nicht mehr nachweisen."

Zusammengewürfelte Staffeln

Dass die Wattenscheider bei der angespannten Personalsituation improvisieren konnten, bewiesen sie in den Staffelwettbewerben. Die in dieser Zusammensetzung noch nie so angetretene Sprint-Staffel der Männer wurde Vierte – mit Kevin Ugo, Robert Hering, Philipp Trutenat und Routinier Alexander Kosenkow an seiner angestammten Position drei. Am Ende fehlten zwei Hundertstel zu Bronze – die Zeit für das in den letzten Minuten noch einmal neu „zusammengewürfelte" Team: 39,68 Sekunden.

Die Frauen-Staffel über 4 mal 100 Meter, nach dem Ausfall von Keshia Kwadwo ebenfalls neu formiert, kam auf Rang fünf. Stephanie Bendrat, U20-Athletin Christin Bischoff, Synthia Oguama und Hürdenspezialistin Monika Zapalska brauchten für die Stadionrunde 45,20 Sekunden.