Schule und Fußball: Eine starke Kombination

Die FIFA WM 2006, das „Sommermärchen“, hatte in vielen Belangen langfristig positive Auswirkungen auf den Fußball – das gilt im Besonderen auch für den Schulfussball, der sich im Nachgang zur erfolgreichen Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land inzwischen als fester Bestandteil in der Arbeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und den Fußball-Landesverbänden wie dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) etabliert hat.

Offizieller Start der Schulfußball-Offensive war der 1. Oktober 2006. Es begann mit dem präsidialen Auftrag, „WM-Dankeschön-Pakete“ mit verschiedenen Materialien, die zum Fußballspielen benötigt werden, an alle rund 22.000 Grund- und Förderschulen zu verteilen. Der „Hardware“ aus Bällen und Leibchen folgte die vom DFB erarbeitete „Software“. Drei Schwerpunktthemen kristallisierten sich dabei heraus: Qualifizierung, Kooperation Schule und Verein sowie schulsportliche Wettbewerbe.

Unter dem Titel DFB Doppelpass 2020 sind alle konzipierten Maßnahmen vereint. Hauptanliegen der DFB-Schulfußballabteilung sind dabei die Sensibilisierung beider Institutionen füreinander und über die strategische Zusammenarbeit zu informieren. Durch die völlig veränderte Schullandschaft ist es insbesondere für die Vereine eine zukunftweisende Aufgabe, die Brücke in die Schulen zu bauen.

Auch beim Thema Qualifizierung sprechen die Zahlen für sich: Mit rund 28.000 teilnehmenden Grundschullehrerinnen und -lehrern ist „Spielen und Bewegen mit Ball“ die größte von einem Fachverband durchgeführte Lehrgangsreihe an Schulen. Zum Schuljahr 2013/2014 startete mit „Fußballtechniken (kennen)lernen“ Teil 2 der Maßnahme für interessierte Lehrkräfte.

Zusammen mit der DFB-Abteilung Qualifizierung/Ehrenamt entwickelte die DFB-Schulfußballabteilung das Projekt DFB-Junior-Coach. Ziel ist es, in Abstimmung mit den Landesverbänden und Kultusministerien Schülerinnen und Schülern frühzeitig die Möglichkeit zu geben, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. In einer 40-stündigen Ausbildung werden sie an ausgewählten Schulen zu DFB-Junior-Coaches ausgebildet, um dann an ihrer eigenen Schule, an kooperierenden Grundschulen oder in ihrem Verein im Kinderfußball ansprechende Angebote zu schaffen – auf die die Schulen und Vereine dringend warten!