Westfalen SPORT-Stiftung
Bankverbindung
Empfänger: Westfalen SPORT-Stiftung
Sparkasse Kamen
Kto-Nr.: 75838
BLZ: 443 513 80
Spendenquittungen werden ausgestellt.
Gründung und Ziel der Stiftung
3. September 2010: „Wenn alles so bleiben soll, wie es ist, müssen wir Reformen anpacken – und zwar jetzt“, begrüßte der Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), Hermann Korfmacher, die Delegierten der Ständigen Konferenz am Samstag im SportCentrum Kamen•Kaiserau. Kurz darauf nahmen ihn die 36 stimmberechtigten Anwesenden beim Wort und votierten – bei nur einer Gegenstimme - für die Gründung der „Westfalen Sport“-Stiftung.
Unter Top Sieben stand die Stiftungsgründung auf der Tagesordnung. Peter Wolf, FLVW-Vizepräsident Finanzen, stellte das Ergebnis der Arbeitsgruppe „Stiftung FLVW“ vor.
Als Anfangsvermögen sichert der Verband der Stiftung 100.000 Euro zu, ist aber zuversichtlich, diese Summe auf 500.000 Euro aus eigenen Mitteln aufstocken zu können. Die Satzung der „Westfalen Sport“-Stiftung sieht vor, dass der Grundstock unangetastet bleibt und in den kommenden Jahren weiter erhöht werden soll, wobei es keine Zwangsverpflichtung für die Kreise und Vereine geben wird. „Es geht nur freiwillig“, betonte Korfmacher im Zuge der Diskussion um die Finanzierung. Geplant sind Tagungen mit den Vereinen vor Ort, um über Möglichkeiten der Zustiftung zu diskutieren. Am Ende überzeugten Wolf und Korfmacher die Anwesenden: Einer Gegenstimme standen 35 Ja-Stimmen gegenüber und somit war die Gründung der „Westfalen Sport“-Stiftung beschlossen.
Zweck der Stiftung ist die Förderung des Sports im Allgemeinen und des Fußball- und Leichtathletiksports im Besonderen, vor allem in den Vereinen und in Schulen.
Vorstand und Kuratorium
Die Stiftung soll durch einen aus mindestens zwei und höchstens vier Personen bestehenden Vorstand sowie durch ein aus mindestens vier und höchstens sechzehn Personen bestehendes Kuratorium verwaltet werden. Dem Vorstand gehören Gundolf Walaschewski, der den Vorsitz übernimmt und Peter Wolf (Vizepräsident Finanzen), während Direktor Carsten Jaksch-Nink ehrenamtlicher Geschäftsführer der Stiftung werden soll. Der Vorstand verwaltet das Stiftungsvermögen und entscheidet über die Mittelverwendung. Das Kuratorium ist das „Kontrollorgan“ des Vorstandes. Den Vorsitz übernimmt Präsident Hermann Korfmacher. Erster Stellvertreter ist der Vorsitzende des Verwaltungsrates und des Fußballkreises Dortmund, Jürgen Grondziewski.
Öffentliche Hand zieht sich zurück
Die Gründung der Stiftung war nach dem Wegfall der Destinatärstellung, die einherging mit einem Einnahmeverlust im siebenstelligen Bereich für die Verbände, erklärtes Ziel von Präsident Korfmacher. Zudem hat sich die öffentliche Hand in den vergangenen Jahren zunehmend auf breiter Front aus der Sportförderung zurückgezogen, mit teils massiven Konsequenzen für die Vereine. Auch in diesem Jahr werden die Kommunen mit deutlichen Verlusten bei der Gewerbesteuer rechnen müssen. Angesichts der Pflichtaufgaben findet sich der Sport auf den Bedarfslisten in den Rathäusern eher am Ende wieder. Insofern ist keine Besserung zu erwarten. Folgerichtig soll mithilfe der „Westfalen Sport“-Stiftung die finanzielle Unabhängigkeit gewährleistet werden. Das Geld wird den Vereinen zugutekommen. Sowohl direkt als auch indirekt: „Mehr als 6.000 Personen werden jährlich durch die Verbandssportlehrer und deren Referenten geschult und weitergebildet“, weiß Korfmacher. Sei es im SportCentrum selbst oder bei dezentralen Veranstaltungen vor Ort (siehe ausführlich hierzu WestfalenSport, Ausgabe ¾ von August 2009). Mithilfe der Stiftung würden auch diese Aus-, Fort- und Weiterbildungen für die Trainer, Betreuer und die Aktiven gesichert.
Erste Zustiftungen
RW Lüdenscheid (Bild 1) machte den Auftakt: Im Oktober übergab der Vorstandssprecher von Rot Weiß Lüdenscheid, Michael Dregger (im Bild links), das Geld: „Alle Vereine und auch der Verband müssen neue Wege bestreiten, um auch in Zukunft den gewohnten Umfang ihrer Aufgaben erledigen zu können. Ich begrüße daher auch die Gründung der Stiftung. Sehr gut war für mich die Einführung des elektronischen Spielberichtes. Mit unseren drei Senioren und 15 Jugendabteilungen können wir so eine Menge Zeit und vor allem Geld sparen. Von dieser Ersparnis wollen wir etwas an den Verband zurückgeben um die Stiftung und ihre Aufgaben zu unterstützen. Wir würden uns freuen, wenn andere Vereine unserem Beispiel folgen würden. Nur mit neuen Ideen wird es uns gelingen den Amateurfußball in seiner jetzigen Form zu erhalten.“ Sehr zur Freude von Präsident Korfmacher und Finanzchef Wolf: Ich freue mich sehr über diese erste, freiwillige Spende. Gerade dass dies einzig und allein aufgrund der Berichterstattung in der Presse zustande kommt, zeigt mir, dass wir mit unserer Idee Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten richtig liegen. Ich bin sicher, dass wir bei einer vernünftigen Informationspolitik und absoluter Freiwilligkeit noch viele Kreise und Vereine überzeigen können, die Stiftung zu fördern.
Die Hammer Spielvereinigung (Bild 2) zog im Dezember nach. Präsident Jürgen Graef (r.) und Manager Werner Schuht (l.) übergaben Präsident Hermann Korfmacher (M.) einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro.
Der SC Rot-Weiß Verne stiftete spontan 300 Euro (Bild 3). Auf dem Weg zur Generalversammlung seines Heimatvereins SC Rot-Weiß Verne kam dem Vizepräsidenten Fußball des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), Manfred Schnieders, eine spontane Eingebung. Er könnte doch die Westfalen Sport-Stiftung vorstellen und die Anwesenden um einen Beitrag bitten. Genauso spontan stimmte der Vorsitzende Josef Peitz (links im Bild) zu. Gesagt, getan: Vor dem offiziellen Teil durfte Schnieders Ziel und Zweck der Stiftung erläutern. Die Rückmeldungen der 67 Mitglieder waren durchweg positiv. Ad hoc kamen 242,10 Euro zusammen, die Vorsitzender Peitz auf 300 Euro aus der Vereinskasse aufstockte. „Die Initiative des Verbandes ist auf jeden Fall zu begrüßen. Hier sollten sich möglichst viele Vereine beteiligen“, warb Peitz für die Stiftung.
Eine Arbeitstagung des Kreises Büren (Bild 4) nutzte FLVW-Vize Manfred Schnieders erneut, um für die Stiftung zu werben. Und wieder mit Erfolg: Die Vereinsvertreter (v. l.) Jan-Michael Martsch und Klaus Lenniger überreichten Schnieders (r.) einen Umschlag mit 250,00 Euro für die Westfalen Sport-Stiftung. Ein Teil des Betrages wurde im Vorfeld bei der Mitgliederversammlung des SV Grün Weiß Steinhausen von den dort Anwesenden gespendet und gerne vom Hauptvorstand auf 250,00 Euro aufgestockt.
Die TuS Wickede (Bild 5) stiftete als erster Verein des Fußballkreises Soest 350 Euro für die Westfalen Sport-Stiftung. Kreisvorsitzender Franz Josef Jochheim (M.) nahm die Spende aus den Händen von Ingo Regenhardt (l.) und Thorsten Gerlach entgegen. (Foto: Pieper).
Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins stellte Jochheim die Stiftung am 19. Februar 2011 vor. Spontan ging der Klingelbeutel rum. Die Summe wurde dann aus der Vereinskasse noch aufgestockt.
Der stellvertretende Vorsitzende des SC 1947 Sönnern (Bild 6), Erich Kreyenbrink (rechts), der gleichzeitig der VKJA im FLVW-Kreis 29-Soest ist, und sein Stellvertreter, Siegfried Reffelmann (l.), überreichten dem Kreisvorsitzenden Franz-Josef Jochheim am 23. März den Zustiftungsbetrag des Vereins, der auf der Jahreshauptversammlung gesammelt wurde.
Siegfried Reffelmann (gleichzeitig VKFA + VKSA im FLVW-Kreis 29-Soest) hat auf der JHV des SC Sönnern den Mitgliedern des Vereins, die neue Spielklassenstruktur und auch die Westfalen Sport-Stiftung vorgestellt und dafür geworben. Der von den erschienenen Mitgliedern gesammelte Betrag wurde seitens des Vereins aufgestockt, sodass ein Betrag in Höhe von 150,00 € an die Stiftung überwiesen werden konnte.
FLVW-Präsident Hermann Korfmacher konnte am 30. Mai in Dortmund gleich zwei Schecks für die neue Stiftung des Verbandes in Empfang nehmen (Bild 7).
Zum einen stifteten die Dortmunder Fußballvereine gemeinsam den Betrag von 10.300 € in die neue Stiftung. Damit setzten die Dortmunder Fußballvereine sicherlich ein Zeichen für die weiteren FLVW Kreise.
Der Kreis Dortmund selbst stiftete dann noch zusätzlich den Betrag von 10.000 € aus den Kreisbeständen. Ziel der Siftung ist es, aus Erlösen die Vereine, Kreise und den Verband zu je 1/3 zu unterstützen.
Unser Bild zeigt den FLVW-Präsidenten Hermann Korfmacher (M.) und den Kreisvorsitzenden Jürgen Grondziewski (3. v. l.) mit Vertretern der Dortmunder Vereine und des Kreisvorstandes. (Foto: Helmut Otto)
Im Rahmen des Freundschaftsspiels der U19-Mannschaften der Dortmunder Borussen und des SC Paderborn ließen es sich die Vereinsvertreter Klaus Feldmann (SV Concordia Weine, l.) und Friedbert Decker (SV Blau Weiß Siddinghausen, 2. v. r.) nicht nehmen, dem Vizepräsidenten Fußball Manfred Schnieders (r.) eine Zusage über die Zustiftung zur Westfalen SPORT-Stiftung zu geben. Beide Vereine stellen der Stiftung jeweils 250,00 € zur Verfügung, worüber sich auch der Kreisvorsitzende Franz Berg (2. v. l.) des FLVW Kreises Büren sehr freut. (Bild Nr. 8; Foto: Torsten Napierala)
















