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Wettkampfwartin Christina Geiseler feierte ihren 60. Geburtstag in Griechenland

28.08.2010

Christina Geiseler hebt sich nicht gerne selbst aufs Podest. Daher hat die Mendenerin am 5. August ihren 60. Geburtstag in aller Stille zusammen mit ihrem Ehemann Wolfgang auf der griechischen Insel Lesbos gefeiert. Christina Geiseler ist ein Glücksfall für die westfälische Leichtathletik, denn sie ist im positiven Sinne Sport besessen.

Die Geburtstagsjubilarin entdeckte vor knapp 30 Jahren ihr Herz für die Olympische Sportart, als sich ihre Kinder Andreas und Nathalie Giebel der Leichtathletik-Abteilung des VFL Menden Platte Heide anschlossen.

Sohn Andreas Giebel, der inzwischen 41 Jahre alt ist, war erfolgreicher Mittelstreckler und wurde u.a. westfälischer Vizemeister über 1500m. Wie seine Mutter engagiert er sich inzwischen auch im ehrenamtlichen Bereich und ist Vorsitzender der LG Menden.

Auch Tochter Nathalie Giebel, die als Zwölfjährige u.a. die 800m in 2:36,0 Minuten zurücklegte, hat als Übungsleiterin, Kampfrichterin und als Mitarbeiterin im Wettkampfbüro weiter Kontakt zur Leichtathletik.

Christina Geiseler schloss sich wie ihre Kinder dem VFL Menden Platte Heide an. Schnell ließ sie in ihrem Verein ihr organisatorisches Geschick und ihre große Begeisterung für die Leichtathletik erkennen. Sie schrieb Presseartikel für die Leichtathletik-Abteilung und wurde 1983 Kampfrichterin.

Als Unparteiische mit dem Schwerpunkt Lauf erwarb sie sich schnell überall große Anerkennung. Sie wurde Obfrau, Schiedsrichterin und Lehrreferentin.

Aufgrund ihrer hohen fachlichen Qualifikation sowie ihrer Besonnenheit und Souveränität wurde die Mendenerin bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2002 in München als Kampfrichterin eingesetzt. Dies war ein unvergessliches Erlebnis  in ihrer fast 30-jährigen ehrenamtlichen Karriere.

Auch im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen standen der sympathischen Mendenerin viele Türen offen. 1995 wurde sie im Verbands-Leichtathletik-Ausschuss Nachfolgerin von Nanny Kasigkeit und übt seitdem dieses Amt mit großem Engagement  und viel Sachverstand aus.

Im Kreis Iserlohn ist Christina Geiseler bereits seit 1992 Vorsitzende des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses. Auch in dieser Funktion zeigt sie unermüdlichen Tatendrang.

Die zweifache Mutter und inzwischen auch zweifache Großmutter- ihre Enkelkinder Justin und Joelina sind neun bzw. sechs Jahre jung- leistet für ihre Ehrenämter einen hohen zeitlichen Aufwand. Sie hat nicht genau mitgezählt, aber es sind ca. 50 Veranstaltungen auf DLV-,FLVW- und Kreisebene pro Jahr. Hinzu kommen die vielen Vorbesprechungen. Um zeitlich alles unter einen Hut zu bekommen, muss die Verwaltungsangestellte der Stadt Fröndenberg/Ruhr (Kreis Unna)  manchmal ihren Urlaub „anknabbern“.

Obwohl Christina Geiselers Leben prall gefüllt ist mit Erlebnissen und Ereignissen aus der Familie, dem Beruf und dem Sport, nimmt sie sich gelegentlich auch  Zeit, um einmal die Seele baumeln zu lassen- so wie zuletzt bei ihrem zweiwöchigen Urlaub in Griechenland. „Ich habe das Ausspannen und das Schwimmen im Meer unwahrscheinlich genossen,“ berichtete die nun 60-Jährige.

Damit sie weiterhin fit bleibt, läuft die zwei- bzw. dreimal in der Woche oder geht ins Fitness-Studio. Schließlich möchte sie sich auch in Zukunft noch für die westfälische Leichtathletik engagieren, und die vielen Sportlerinnen und Sportler wissen dies zu schätzen.      

Von: Peter Middel