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FLVW war bei deutschen Meisterschaften in Karlsruhe wieder erfolgreichster Landesverband

Die westfälischen Leichtathleten befinden sich momentan in der Erfolgsspur. Eine Woche nach den Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle/Saale, bei denen der FLVW in der Meisterschaftsstatistik klar vorn lag, notierte man bei den 57. DLV-Hallen-Titelkämpfen in Karlsruhe für die glänzend aufgelegten Westfalen achtmal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze. Damit war der FLVW wie in Halle wiederum der erfolgreichste Landesverband.

Zum richtigen Zeitpunkt wieder fit: Bastian Swillims Foto: Peter Middel

An ihr führte kein Weg vorbei: Yasmin Kwadwo. Foto: Peter Middel

„Die Erwachsenen schlossen nahtlos an die hervorragende Bilanz der Jugendlichen an,“ kommentierte FLVW-Vize-Präsident Leichtathletik, Hans Schulz. Gast bei den  Meisterschaften war auch FLVW-Präsident Hermann Korfmacher. „Die Titelkämpfe waren sowohl von den hervorragenden Leistungen als auch von der großartigen Atmosphäre her sehr beeindruckend,“ zeigte sich der FLVW-Chef begeistert.  Leistungssportkoordinator Winfried Vonstein freute sich über die großartige westfälische Ausbeute: „Die Zahl von 13 Medaillen ist neben der sehr guten Arbeit in den Vereinen sicherlich auch Ausdruck der Wirksamkeit der Leistungssportförderkonzeption im FLVW.“
Auf die Minute topfit waren die Athletinnen und Athleten des TV Wattenscheid, die siebenmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze gewannen.
Dass man die Hoffnung nie aufgeben sollte, unterstrich Bastian Swillims (TV Wattenscheid), der über 400m in 46,67 Sekunden einen eindrucksvollen Erfolg vor seinem Teamkollegen   Alexander Meisolle (46,85 Sek.) feierte. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so gut bei mir lief. Vor den Meisterschaften hätte keiner einen Cent auf mich gesetzt,“ strahlte der überglückliche Wattenscheider, der recht holprig in die Hallensaison gestartet war. Eine zweite Goldmedaille gewann Bastian Swillims in der 4x400m-Staffel des TV Wattenscheid (Meisolle, Schmidt, Eder, Swillims), die in ausgezeichneten 3:10,84 Minuten dem Dresdner SC (3:14,45 Min.) nicht den Hauch einer Chance ließ.
Gleich zweimal „Gold“ in Empfang nehmen konnte auch Alexander Kosenkow (TV Wattenscheid), der über 200m als erfolgreicher Titelverteidiger in 20,89 Sekunden vor Julian Reus  (Erfurter LAC, 20,92 Sek.) und Jens Knipphals (VFL Wolfsburg, 21,04 Sek.) dominierte.
„Es war nicht einfach für mich, denn Julian Reus war unwahrscheinlich stark. Ohne ihn hätte ich keine Zeit unter 21 Sekunden geschafft,“ befand Alexander Kosenkow, der darüber hinaus noch über 4x200m in 1:24,07 Minuten seine Staffelkameraden (Ernst, Kosenkow, Erewa, Mathiszik) zu Titelehren führte.

Erfolgreiche Titelverteidigung für Sosthene Moguenara


Bei den Damen überraschte Sosthene Moguenara (TV Wattenscheid), die im Weitsprung als erfolgreiche Titelverteidigerin auf ausgezeichnete 6,75m flog. „Schon beim ersten Sprung habe ich gemerkt, dass ich weit springen würde. Was mich überrascht, ist meine Konstanz in meinen Leistungen,“ befand die erfolgreiche Wattenscheiderin.
Auf den  Punkt topfit war auch ihre Teamkollegin Yasmin Kwadwo, (TV Wattenscheid), die über 60m in der neuen persönlichen Bestzeit von 7,29 Sekunden vor Anne Möllinger (MTG Mannheim, 7,32 Sek.) und Marion Wagner (USC Mainz, 7,36 Sek.) durchs Ziel fegte. „Das war ein geiles Gefühl! Letztes Jahr habe ich gesagt, dass an mir kein Weg vorbei führt. Das habe ich heute gezeigt,“ meinte die letzt jährige U20-Europameisterin, die momentan mitten im Abitur steckt,  selbstbewusst.
Über 800m nahm Jana Hartmann (LG Olympia Dortmund) ihr Herz in beide Hände und stürmte nach einem furiosen Endspurt in  2:05,95   Minuten vor Fabienne Kohlmann (2:06,38 Min.)  und  Claudia Hoffmann (SC Potsdam, 2:06,55 Min.) zum Sieg.
Die 28-jährige Polizeibeamtin, für die es bereits der dritte 800m-Titel  war, ließ sich in dem ausgeglichen Feld nicht einschließen.  Aus kritischen Situationen befreite sie sich sofort, so dass sie in der Schlussphase noch genügend Reserven hatte, um die starke Konkurrenz auf Distanz zu halten.
Eine taktische Meisterleistung gelang auch Denise Krebs (TV Wattenscheid), die über 1500m in 4:16,34 Minuten vor der Leverkusenerin Saskia Janssen (4:20,65 Min.) und der Potsdamerin Diana Sujew (4:20,81 Min.) lag. Für die 23-jährige Wattenscheiderin war es ihr erster Hallentitel. Wegen ihrer Rückenprobleme entschied sie erst am Mittwoch,  in Karlsruhe zu starten.
„Dass ich bei meinem Titelgewinn  keine Beschwerden hatte, habe ich den Tiefenwärmegeräten zu verdanken, die mir Sabine Braun empfohlen hat,“ berichtete die Wattenscheiderin, die bei ihrem souveränen Titelgewinn einen fulminanten Schlussspurt hinlegte.  

Peter Middel

 

Die westfälischen Medaillengewinner

Deutsche Meister

• Alexander Kosenkow TV Wattenscheid 01 200 m  20,98 sec
• Bastian Swillims TV Wattenscheid 01 400 m  46,67 sec
• TV Wattenscheid 01 
(Ernst – Kosenkow – Erewa – Mathiszik) 4 x 200 m 1:24,07 min
• TV Wattenscheid 01 
(Meisolle – Schmidt – Eder – Swillims) 4 x 400 m 3:10,84 min
• Kwadwo Yasmin TV Wattenscheid 01 60 m 7,29 sec
• Hartmann Jana LG Olympia Dortmund 800 m 2:05,95 min
• Krens Denise TV Wattenscheid 01 1500 m 4:16,34 min
• Moguenara Sothene TV Wattenscheid 01 Weitsprung 6,75 m

 

Silbermedaille

• Alexander Meisolle TV Wattenscheid 01 400 m  46,85 sec
• Christoph Lohse TV Wattenscheid 01 3000 m  8:01,22 min
• TV Wattenscheid 01 
(Cremer – Moguenara – Frewer – Kwadwo) 4 x 200 m 1:35,57 min

 

Bronzemedaille

• Tim Riedel TV Wattenscheid 01 Hochsprung  12,22 m
• Daniel Kohle LG Ratio Münster Dreisprung 16,10 m

Von: Peter Middel