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Silber für Esther Cremer und Bronze für Alexander Kosenkow bei der EM

04.08.2010

„Insgesamt haben wir uns sehr gut dargestellt. Natürlich klappt nicht immer alles. Aber die guten Ergebnisse überwiegen. Wir haben unerwartete und herausragende Leistungen gesehen, die auch für die Zukunft sehr optimistisch stimmen. Zu allererst ist da sicherlich Esther Cremer zu nennen, die mit ihrem Rennen in der 4x400m Staffel die Grundlage für den Silberrang legte.

Esther Cremer. Foto: Peter Middel

Esther Cremer hat in den letzten drei Jahren eine großartige Entwicklung gemacht. Sicherlich ein großer Verdienst ihres Trainers Slawomir Filipowski.Bei der nächsten Europameisterschaft wird sie auch in den Einzelrennen eine gute Rolle spielen. ", erklärte der Cheftrainer des TV Wattenscheid Tono Kirschbaum. Die Analyse der Wattenscheider Athletinnen und Athleten im Einzelnen.

Esther Cremer

Für das Highlight aus Wattenscheider Sicht bei den Europameisterschaften in Barcelona sorgte die junge 400m -Läuferin Esther Cremer. Mit der 4x400m Staffel gewann sie unerwartet die Silbermedaille. Die Athletin von Slawomir Filipowski legte mit ihrem sensationellen Lauf die Grundlage für den deutschen Erfolg.

Sie übernahm das Staffelholz von Fabienne Kohlmann auf Position vier und brachte die Staffel in einem fulminanten Spurt auf Silberkurs. Sie konnte die Staffel sogar näher an das russische Quartett heranführen. Janine Lindenberg und Claudia Hoffmann verteidigten den Silberrang und kamen in sehr guten 3:24,07 Minuten ins Ziel.

Yasmin Kwadwo

Für Yasmin lief die Meisterschaft sehr unglücklich. Nachdem sie im Einzelrennen über 100m bereits im Vorlauf ausschied, machte sie als Startläuferin ein tolles Rennen. Leider verpatzten die Mannheimer den dritten Wechsel und die Staffel stieg aus.

"Yasmin ist erst 20 Jahre. Sicherlich eine bittere Erfahrung, die sie machen musste, aber ihr gehört eindeutig die Zukunft", erklärte Cheftrainer Tono Kirschbaum.

Denise Hinrichs

Platz 8 stand am Ende des Kugelstoßwettkampfes für Denise Hinrichs auf dem Papier. Nach gesundheitlichen Problemen im Winter und im Fruehjahr zeigte sich der Schützling von Miro Jasinski  allerdings zufrieden.

Auch der Manager des TV Wattenscheid äußerte sich positiv: „Keine Frage Denise zählt weiter zu unseren Hoffnungsträgerinnen. Sie bringt alle Voraussetzungen mit, um bei internationalen Meisterschaften um die Medaillen kämpfen zu können. Mit ihren erst 23 Jahren hat sie noch großes Entwicklungspotential."

 

Alexander Kosenkow

Eine feste Größe stellt Alexander Kosenkow nun seit Jahren im deutschen Männersprint dar. Auch in Barcelona bewies er nicht nur seine Zuverlässigkeit, sondern war Garant für den 4x100m Staffel-Erfolg.

"Trotz seiner 32 Jahre scheint Alex nicht älter, sondern immer besser zu werden. Wir rechnen auch in den nächsten Jahren fest mit ihm", sagte der Ex-Sprinter Michael Huke.

Bastian Swillims

Fast das gesamte Frühjahr hatte der Wattenscheider Bastian Swillims mit Verletzungsproblemen zu kaempfen. Erst auf dem letzten Sprung gelang es ihm die Fahrkarte nach Barcelona zu lösen.

Mit einem beeindruckenden Lauf gelang es ihm und seinen Staffelkameraden einen unerwarteten 4. Platz zu erkämpfen.

"Bastian ist ein klassischer Viertelmeiler. Ich kenne kaum jemanden, der so knautschen kann wie er. Er scheint den Schmerz zu suchen", erklärte der Wattenscheider Cheftrainer Tono Kirschbaum.

Sebastian Ernst

Insgesamt eine gute Saison 2010 lieferte Sebastian Ernst. Auch der Vorlauf bei der EM in Barcelona gelang. Im Halbfinale blieb er aber weit hinter seinen eigenen Erwartungen zurück.

"Sebastian muss noch stabiler werden. Mit seinem Trainer Andre Ernst hat er aber eine positive Entwicklung eingeleitet. Es gilt jetzt die gute Trainingsarbeit weiter zu intensivieren", fasste Michael Huke die Leistung des Sprinters zusammen.

Christian Glatting 

Der diesjährige Meister über 10.000 Meter Christian Glatting machte auch bei der EM in der katalanischen Hauptstadt eine gute Figur. Der erst 23-jaehrige Langstreckler lief fuer alle überraschend in die Top Ten Europas.

"Christian ist taktisch sehr clever gelaufen und hat sein Optimum abgerufen. Ich traue ihm in den nächsten Jahren noch eine deutliche Leistungssteigerung zu. Die Frage wird sein, wie er Medizinstudium und Hochleistungssport unter einen Hut bringt", erklärte sein Trainer Tono Kirschbaum.



Jan Fitschen

Seinen Titel hat er bei der Europameisterschaft zwar verloren, aber trotzdem ziehen die Verantwortlichen den Hut vor Jan.

"Mit welchem Willen und welcher Konsequenz er sich zurückgekämpft hat, ist schon bewundernswert- eine absolut professionelle Einstellung und Vorbild fuer unsere Jugend", sagte sein langjähriger Trainer Tono Kirschbaum nach dreizehnjähriger Zusammenarbeit. "Die Zukunft für Jan liegt jetzt auf der Straße. Er sucht eine neue Herausforderung. Im nächsten Jahr wird er Marathon laufen."





 

Von: Cornelia Kirschbaum