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Pastor Rudolf Dick eilte vom Lauf direkt an den Altar

03.01.2012

Pastor Rudolf Dick (Dortmund) konnte sich beim 30. Silvesterlauf von Werl nach Soest nicht allzu viel Zeit lassen, denn er musste in der Gemeinde Niklaus von der Flüe in Dortmund-Asseln zum Jahresabschluss-Gottesdienst pünktlich am Altar stehen.

Rudolf Dick mit Karl-Heinz Schmeissing. Foto: Middel

Der 44-jährige Geistliche, der seit knapp einem Jahr regelmäßig läuft, legte die 15km-lange Strecke entlang der Bundesstraße 1 in respektablen 1:29:34 Stunden zurück und war damit schneller, als er sich ursprünglich vorgenommen hatte.

"Damit bin ich sehr zufrieden," befand Rudolf Dick, der während des Laufes bei ca. 10km allerdings einen Stopp einlegte, weil er bei einem tragischen Zwischenfall, bei dem ein 45-jähriger Läufer kollabierte und anschließend Krankhaus verstarb, seelsorgerische Betreuung anbot.

Dreimal in der Woche läuft Rudolf Dick mit dem Lauftreff der "BKK/Ruhrpotts Asseln" und absolviert dabei Strecken bis zu 10km. "Die meisten sehen das sehr positiv, denn auch ein Pastor muss sich körperlich fit halten." Und er ergänzt: "Man bekommt beim Laufen seinen Kopf frei. Das ist mit einer Meditation vergleichbar."

Rudolf Dick war schon immer recht sportlich. Bevor er seine Liebe zum Langstreckenlauf entdeckte, begeisterte er sich für Schwimmen, Fußball und Tischtennis.

Begleitet wurde Rudolf Dick während des Silvesterlaufes von Karl-Heinz Schmeissing, der den Gottesmann zur Leichtathletik gebracht hat. Schmeissing vollbrachte ebenfalls eine bemerkenswerte Leistung, denn er nahm an bisher allen 30 Silvesterläufen teil und wurde dafür vom Veranstalter besonders ausgezeichnet.

Der 64-jährige Ausdauerspezialist, der wie Rudolf Dick mit 1:29:34 Stunden gestoppt wurde, hätte sicherlich noch einige Minuten schneller sein können, doch er wollte anlässlich der Jubiläumsveranstaltung den Lauf in dem Mammutfeld von 5500 Teilnehmern einmal richtig genießen. "Silvester ist für mich ohne den Silvesterlauf gar nicht mehr vorstellbar," betont Karl-Heinz Schmeissing, der hofft, bei noch vielen Silvesterläufen dabei sein zu können.

 

Von: Peter Middel