Nachtschwärmer in Arnsberg nun auch sportlich aktiv
12.12.2011
Nachtschwärmer können sich in Arnsberg ab sofort auch zu fortgeschrittener Stunde sportlich betätigen. Rund um das Stadion „Große Wiese“ wurde eine beleuchtete Finnenbahn, die 1000m lang und 2,5m breit ist, ihrer Bestimmung übergeben.
Die Anlage, deren Lichtkonzept durch den örtlichen Leuchtenhersteller Trilux in Zusammenarbeit mit dem LAC Veltins Hochsauerland erstellt wurde, ist in der Dunkelheit bis 23.00 Uhr und morgens bereits ab 5.00 Uhr wieder beleuchtet.
Offiziell eröffnet wurde die Bahn, die zu den komfortabelsten und modernsten ihrer Art in Deutschland zählt, mit einem Läuferabend, zu dem 215 Läuferinnen und Läufer erschienen waren. Ob alt oder jung- alle waren von der Veranstaltung hellauf begeistert.
Im „Finnensturm-Lauf“ über 5km setzte sich Lukas Appelhans (SC Hagen-Wildewiese) nach 3,5km von seinen Verfolgern ab und siegte in 17:43 Minuten vor dem noch zur Jugendklasse zählenden Robert Paassen (MC Menden, 17:47 Min.) und Andre Kraus (LAC Veltins Hochsauerland, 18:09 Min.).
„Es war ein sehr schönes Rennen auf einer tollen Bahn. Anfangs habe ich zwar wegen der hohen Teilnehmerzahl die Ellbogen ein wenig einsetzen müssen, aber dann lief alles für mich optimal. Hinten heraus hat die Kraft für mich gereicht, so dass ich auf den letzten Metern meiner Sache ziemlich sicher war,“ berichtete der 25-jährige Langstreckler, der beruflich bei der „Veltins Brauerei“ arbeitet.
Lukas Appelhans war fasziniert von der neuen Anlage: „Die Bahn ist klasse. Ich bin in den Sommermonaten schon einmal darauf gelaufen, da war sie noch ein wenig weich. Inzwischen hat sie sich jedoch gesetzt, so dass das Laufen darauf richtig Spaß macht, Zudem ist es sehr gelenkschonend. Die Bahn ist auch für Wettkämpfe geeignet. Man ist zwar nicht so schnell wie auf der Straße, aber es macht definitiv Spaß.“
Auch der Zweitplatzierte, Robert Paassen, war angetan von der Finnenbahn: „Eine super Idee. Vor allem in den Wintermonaten wird sie sicherlich von vielen genutzt werden.“
Bei den Damen, die trotz der Temperaturen um 5 Grad, zahlreich erschienen waren, lag Marion Bathen (LT Olsberg) in 21:27 Minuten vor Stefanie Thon (Team RWE, 21:34 Min.) und Gudrun Rodloff (LG Hamm, 21:38 Min.).
Vor dem „Finnensturm-Lauf“ über 5km übergab Arnsbergs Bürgermeister, Hans-Josef Vogel (Bild links), zusammen mit dem ersten Vorsitzenden des LAC Veltins Hochsauerland, Thomas Vielhaber (Bild, Zweiter von links), die neue Anlage ihrer Bestimmung. „Bei den knappen kommunalen Kassen ist es keine Selbstverständlichkeit, solche Projekte zu realisieren. Daher können wir unserer heimischen Wirtschaft nur dankbar sein, dass sie uns beim Bau der Finnenbahn vorbildlich unterstützt hat.“ Hans-Josef Vogel hofft, dass durch die neue Anlage, die für alle offen und ohne Eintritt zugänglich ist, nicht nur der Vereins-, sondern auch der Breitensport in Arnsberg und Umgebung gestärkt wird.
Die Idee, die Finnenbahn durch den Sport- und Solepark zu führen, hatte Thomas Vielhaber. Der ehemalige Langstreckler, der bei der Stadt Arnsberg als Stadtplaner arbeitet, entwarf schon vor zehn Jahren entsprechende Pläne, die allerdings keine Chancen auf eine Realisierung hatten.
„Als der Sport- und Solepark dann umgebaut wurde, haben wir die Gelegenheit genutzt, unsere Interessen weiterzuverfolgen. Mithilfe der heimischen Sponsoren, die vorbildlich mitgezogen haben, haben wir nun unser Ziel erreicht“ freute sich Thomas Vielhaber.
Der 1. Vorsitzende des Veltins Hochsauerland, der selbst noch als Hobbyläufer aktiv ist, will in Zukunft die federnde weiter zu Wettkampfzwecken nutzen. „Wir hatten dieses Mal Glück mit dem Wetter, aber tags zuvor hätte es anders ausgesehen. Daher überlegen wir, den Lauf eventuell im Sommer als Mitternachtslauf durchzuführen. Allerdings haben wir noch keine konkreten Pläne gefasst.“
Ob im Winter oder im Sommer, ob zu Wettkampf- oder Trainingszwecken- das Laufen auf dem gelenkschonenden Boden ist sicherlich für alle Sportlerinnen und Sportler ein großartiges Erlebnis.









