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Janina Goldfuß und Martin Bischoff erfreuen in Dortmund mit schnellen 1000m-Zeiten

15.05.2010

Das Ergebnis „hinkt“ ein wenig, denn die beiden Wattenscheiderinnen Janina Goldfuß und Denise Krebs sowie die Dortmunderin Jana Hartmann starteten beim Läufertag des LC Rapid Dortmund im Stadion Rote Erde über 1000m in zwei verschiedenen Rennen. So kam es bei Temperaturen um zehn Grad nur zu einem indirekten Vergleich zwischen den besten deutschen Mittelstrecklerinnen, den Janina Goldfuß in 2:46,25 Minuten vor Jana Hartmann (2:46,28 Min.) und Denise Krebs (2:46,96 Min.) für sich entschied.

Noch führt Christoph Lohse das 1000m-Feld an.

Fotos: Peter Middel

Janina Goldfuß (links auf Bild 2 zusammen mit Denise Krebs)  konnte wegen muskulärer Probleme in der Wade keine Hallenrennen bestreiten. Daher zeigte sich die 26-jährige Wattenscheiderin nach langer Wettkampfabstinenz mit ihrer ersten Standortbestimmung zufrieden. „Ich habe lange Zeit nicht mit Spikes laufen können, daher muss ich erst einmal wieder meinen Laufrhythmus finden. Aber ich merke, dass die Richtung stimmt,“ gibt sich die letzt jährige deutsche 800m-Meisterin optimistisch.

Auch beruflich hat Janina Goldfuß ihren Weg gefunden. Seit dem 1. Mai hat die Mittelstrecklerin eine 32-Stunden-Stelle beim Saarländischen Leichtathletik-Verband. Der Umzug vom Ruhrgebiet ins Saarland bereitete ihr keine Probleme: „Ich habe weiter hervorragende Trainingsbedingungen, und meine Verbindung zum TV Wattenscheid bleibt natürlich bestehen.“

Nicht mit ihrer Leistung zufrieden war Jana Hartmann (LG Olympia Dortmund, 2:46,28 Min.). „Mir war es zu kalt. Zudem habe ich in letzter Zeit recht hart trainiert, so dass mir noch die Schnelligkeit fehlt. Daran muss ich nun  bei meinen nächsten Rennen feilen,“ erklärte die deutsche 800m-Hallenmeisterin.

Auch Denise Krebs (2:46,96 Min.) fröstelte in der Roten Erde. „Gestern bin ich noch mit Pudelmütze herumgelaufen. Meine Zeit geht bei der Kälte in Ordnung. Mit den steigenden Temperaturen wird auch meine Form steigen,“ sagte die deutsche 1500m-Hallenmeisterin, die Sportfördergruppe der Bundeswehr angehört und parallel dazu in Ansbach „International Business & Management“ studiert.

Im 1000m-Lauf der Männer sah 200 Meter vor dem Ziel noch alles nach einen sicheren Sieg von Christoph Lohse (TV Wattenscheid) aus. Doch dann kam wie schon zuletzt bei den westdeutschen Staffelmeisterschaften in Kreuztal sein Teamkollege Martin Bischoff mit Siebenmeilenstiefeln herangeeilt und gewann in der neuen persönlichen Bestzeit von  2:23,10 Minuten (bisher 2:26,28 Min.).

Die enorme Spurtstärke bei dem 20-jährigen Wattenscheider kommt nicht von ungefähr, denn er arbeitet zurzeit an seinem Finish. „Daher werde ich in den nächsten Wochen  gezielt einige Rennen auf den Unterdistanzen bestreiten,“ kündigte Martin Bischoff an, „im Training bin ich schon einmal 48,7 Sekunden über 400m gelaufen, aber offiziell habe ich  auf dieser Distanz noch nichts stehen.“

Christoph Lohse, der als Zweiter mit 2:23,53 Minuten ein wenig schneller als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (2:24,08 Min.) war, zeigte sich keineswegs enttäuscht: „Auf den letzten Metern habe ich schon damit gerechnet, dass mich Martin noch überholen würde, denn ich weiß, dass er  im Spurt unwahrscheinlich stark ist.“ Der 27-jährige Wattenscheider befindet sich zurzeit in der Endphase seines Lehrerstudiums (Englisch, Biologie und Sport) und muss nur noch einige Prüfungen absolvieren. Auch sportlich hat er in diesem Jahr mit der EM-Qualifikation über 1500m ein festumrissenes Ziel.

Über 3000m hatte Birte Schütz (TV Wattenscheid) , die auf dieser Distanz zusammen mit den Männern laufen konnte, mit 9:31,55 Minuten einen viel versprechenden Saisonauftakt.

Bei der männlichen Jugend A verblüffte Robin Erewa (TV Wattenscheid) bei Temperaturen im einstelligen Bereich mit 10,68 Sekunden über 100m. Auch die 11,07 Sekunden des B-Jugendlichen Maurice Huke (TV Wattenscheid) konnten sich bei der Kälte sehen lassen.

Im 3000m-Lauf der männlichen Jugend A gefielen Daniel Krüger (LG Dorsten, 8:31,38 Min.) und Torsten Graw (TV Wattenscheid, 8:32,10 Min.) mit schnellen Zeiten. Beide legten die letzten 1000 Meter in 2:45 Minuten zurück (Bild 3).

 

Von: Peter Middel