FLVW-Jugend gewann bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm 26 Medaillen
10.08.2010
Mit sieben Gold-, neun Silber- und zehn Bronzemedaillen unterstrichen die Nachwuchs-Leichtathleten des FLVW bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm wieder einmal mehr ihre Führungsposition im DLV. Bei der männlichen Jugend A gelang Robin Erewa (TV Wattenscheid, Archivbild) mit Erfolgen über 100m und 200m das begehrte Double.
Über 100m waren die Bedingungen keineswegs ideal: Dauerregen und 13 Grad Außentemperatur. Der Fünfte der U-20 Weltmeisterschaft über 200m ließ sich durch die äußeren Umstände jedoch nicht abschrecken und gewann in 10,63 Sekunden deutlich gegen Kirstges Marcel (10,75 Sekunden, LG Rhein-Wied).„Robin hat sich hier super verkauft. Er hat die Vor-, Zwischen und Endläufe sehr überlegen gewonnen. Durch seine internationalen Erfahrungen bei der U-20 WM in Moncton ist er mental sehr stark geworden und sehr gefestigt in die Wettkämpfe gegangen. Die gelaufenen Zeiten sind in Anbetracht der kalten Außentemperaturen sehr gut", sagte sein Trainer Slawomir Filipowski.
Robin Erewa war über seinen Sieg überglücklich: " Ich hatte vor der Meisterschaft einen Dreikampf erwartet. Aber dann lief es auf Roy (Schmidt) und mich hinaus. Jetzt bin ich glücklich, dass ich den Titel geholt habe. Die Zeit ist bei diesen Bedingungen okay.“
Am zweiten Wettkampftag war Robin Erewa auch über 200m erfolgreich. Mit deutlichem Vorsprung konnte der Fünfte der U-20 Weltmeisterschaften den Vor- und Zwischenlauf in 21,42 Sekunden bzw. 21,11 Sekunden klar gewinnen. Im Finale über 200m setzte der Wattenscheider diese Siegesserie fort und gewann überlegen mit 21,11 Sekunden.
„Nach der WM hatte ich mir Gold erhofft. Ich dachte von der Zeit her, dass ich schneller unterwegs gewesen wäre. Vielleicht habe ich am Start zu viel verloren, denn irgendwie fehlte mir die Explosivität am Start,“ erklärte der Deutsche Jugendmeister über 100m und 200m, Robin Erewa.
Der Traum von einer dritten Medaille erfüllte sich für den 19-jährigen Wattenscheider nicht, denn in der 4x100m-Staffel verpatzten die „Blauhemden“ den ersten Wechsel und schieden aus. Noch im Vorlauf war für die Wattenscheider (42,01 Sek.) alles planmäßig verlaufen.
Zwei Wochen nach ihrem Gewinn der Silbermedaille bei der U20 im kanadischen Moncton hatte Stefanie Pähler (LG Olympia Dortmund) in Ulm wieder Grund zum Jubeln. Mit ihr strahlte ihre Teamkollegin Katharina Grompe, die überraschend den 200m-Titel in 24,13 Sekunden gewann.
Im 100m-Finale der weiblichen Jugend B war die Favoritenbürde für Stefanie Pähler nicht zu groß. In 11,82 Sekunden fegte die 16-Jährige als überlegene Siegerin vor der Gladbeckerin Annika Drazek (11,94 Sek.) durchs Ziel.
Mit Zeiten von 12,03 und 11,75 Sekunden hatte die Schülerin von Uli Kunst locker das Finale erreichte. Dass „Steffi“ im Endlauf deutlich über ihrer persönlichen Bestleistung von 11,54 Sekunden blieb, spielte für sie nur eine untergeordnete Rolle. „Ich freue mich riesig über den Titel, denn er ist für mich der erste im Freien. Ich wollte unbedingt gewinnen. Daher habe ich auch mein Training nach der WM nicht vernachlässigt,“ betonte die frisch gebackene B-Jugendmeisterin.
Bei ihrem ersten ernsthaften Versuch über 200m holte sich Stefanie Pähler einen Tag später in 24,22 Sekunden die „Silbermedaille“. Im Rampenlicht stand in diesem Rennen jedoch ihre Teamkollegin Katharina Grompe, die nach einer nach Pechsträhne in der neuen persönlichen Bestzeit von 24,13 Sekunden unerwartet „Gold“ gewann. Mit ihrem schnellen Antritt versetzte die Schülerin von Marcus Hoselmann bereits in der Kurve ihren Mitkonkurrentinnen einen psychologischen „Knockout“ und konnte ihr hohes Tempo auch bis ins Ziel halten. „Nach den Vorläufen wusste ich,“ so Katharina Grompe, „dass es sehr eng werden würde, denn es gab keine Favoritin. Die Bahn drei war für mich perfekt, denn ich hatte so fast das komplette Feld im Blickfeld.“
Im Weitsprung der weiblichen Jugend B machte Lena Malkus (LG Ratio Münster, Bild) bereits im zweiten Versuch alles klar und setzte sich mit 6,34m vor Sara Gambetta (TSG Schlitz, 6,24m) durch. Für die hoffnungsvolle Münsteranerin, die einen Tag zuvor ihren 17. Geburtstag feierte, bildete Ulm eine viel versprechende Generalprobe für die Olympischen Jugendspiele am kommenden Wochenende in Singapur.
Obwohl sich Daniel Krüger (LG Dorsten, Bild mit seinen Trainer Leo Monz-Dietz) vor dem 2000m-Hindernisfinale nicht allzu gut fühlte, holte sich der Schützling von Leo Monz-Dietz in respektablen 5:46,03 Minuten den Titel vor Martin Grau (TSV Höchstadt/Aisch, 5:47,02 Min.)
„ Es gab vier Favoriten für die Goldmedaille. Das Rennen war also relativ offen. In der letzten Runde habe ich dann gespürt, dass ich es schaffen kann. 200 Meter vor dem Ziel kam der Antritt von Martin (Grau), aber ich konnte dagegenhalten und mich behaupten. Eine schlechte Saison hat also doch noch einen Höhepunkt für mich. Denn ich hatte die Qualifikationszeit für die U20-WM, konnte dort aber nicht starten,“ sagrte der frisch gebackene Hindernismeister.“ Ein Arzt hatte festgestellt, dass er übertrainiert war. Daniel Krüger reduzierte daher sein Training, was sich für ihn in Ulm auszahlte. Noch möchte er die Saison nicht beenden. So strebt er über 800m eine Zeit unter zwei Minuten an, und über 1500 Meter möchte er unter 3:50 Minuten bleiben.“
Im Hochsprung der weiblichen Jugend A gab es eine überraschung durch Nele Hollmann (LG Elsey-Kabel), die gleich im ersten Versuch die Höhe von 1,79m meisterte und damit den Titel vor der höhengleichen Julia Stockmann (TV Jahn Rheine) gewann. Nele Hollmanns Leistungsaufschwung ist beachtlich, denn sie stand im Vorjahr noch mit einer Leistung von 1,73m zu Buche.









