Entwicklung der Mannschaftszahlen
Der Verbands-Jugend-Ausschuss erstellt auf Grundlage der am Spielbetrieb teilnehmenden Jugendmannschaften eine aussagefähige Statistik, um frühzeitig für die entsprechende Entwicklung Maßnahmen ergreifen zu können.
Gerade unter dem Aspekt der Demografischen Entwicklung muss ein Umdenken an der einen oder anderen Stelle erlaubt sein. Alternative Spielmodelle sichern einen geregelten Spielbetrieb.
Mannschaftsstatistiken
Demografische Entwicklung
Demografische Entwicklung und die Auswirkungen auf den Jugendfußball
Die demografische Entwicklung ist seit Jahrzehnten ein umfassendes Forschungsobjekt in der Bundesrepublik Deutschland. Gleichwohl die Thematik mit dem Blick in die Zukunft erhebliche Auswirkungen auf unsere Arbeit, der Organisation eines geregelten Trainings- und Spielbetrieb an der Basis - in den Kreisen und Vereinen - bereitet, findet dies nicht genügend Beachtung. Dies ist aber mehr als verständlich, sind doch gerade die Ehrenamtlichen in den Vereinen froh, wenn sie den Wust der alltäglichen Arbeit im Vereinsleben gerade noch meistern können.
Der Deutsche Fußball-Bund hat daher als Vorreiter des organisierten Sports die Initiative ergriffen und in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden und den Fußballkreisen aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen heraus, Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.
Zu einer Zeit, in der die Mannschaftszahlen bei den Jungen und Mädchen Rekordzahlen erreichen, klingt das Thema als „Panikmache". Dies ist jedoch der richtige Moment, unter Beachtung der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Weichen für die Zukunft zu stellen.
In einem ersten Schritt wurde eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Entwicklung in den einzelnen politischen Kreisen in Deutschland unter die Lupe nimmt. Ziel war, für die Altersbereiche sieben bis 12 und 13 bis 19 Jahre die Entwicklungen zu untersuchen. Jedoch nicht nur unter dem prozentualen Aspekt, sondern auch mit tatsächlichen Zahlen, wie viele Jungen und Mädchen einer Altersklasse in einer Region leben. Mit dem Blick auf die Bildung von Mannschaften zur Organisation eines Trainings- und Spielbetriebes im Fußball war dies ein „Aha-Effekt".
Die Situation in den Regionen Deutschlands ist sehr unterschiedlich. Genauso unterschiedlich sind auch die Entwicklungen und Auswirkungen innerhalb des FLV Westfalen. Hierzu sind die Beispiele der Kreise Gelsenkirchen und Siegen/Wittgenstein als Grafik dargestellt. In beiden Kreisen ist mit einer starken Abnahme der Bevölkerung zu rechnen. Im Gegensatz zum Kreis Gelsenkirchen, muss der Kreis Siegen/Wittgenstein auf Grund einer geringeren Bevölkerungsdichte intensiver reagieren und agieren. Es hilft uns jedoch nicht zu wissen was auf uns zukommt, sondern was wir unternehmen müssen, um das vom DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger formulierte und gesteckte Ziel, dass jedes Mädchen und jeder Junge in einem Fußballverein angemessen Fußball spielen kann, erreichen zu können.
Die demografische Entwicklung stellt uns vor eine Herausforderung, um den Fußball in allen Regionen zu sichern. Ein Erfolg kann nur dann erzielt werden, wenn sich Vereine, Kreise und der Verband Veränderungen bei der Organisation des Spielbetriebes stellen.
Die Ergebnisse des Deutschen Fußball-Bundes sowie die Diskussionen der DFB-Jugendfachtagungen, an denen die Jugendobleute der 390 Kreise im Bund teilgenommen haben, sind in die Arbeit des Verbands-Jugend-Ausschusses und des Jugendbeirates des FLVW eingeflossen.
Auf Grund der ungleichen Voraussetzungen, bezogen auf die Bevölkerungsdichte und -entwicklung, in den einzelnen Kreisen des FLVW, sind unterschiedliche Instrumente zur Organisation des Spielbetriebs einzuführen. Die letztendliche Entscheidung obliegt dem zuständigen Kreisjugend-Ausschuss, der diese von den örtlichen Gegebenheiten abhängig macht.
Jugendspielgemeinschaften:
Die Jugendspielgemeinschaften waren und sind eine bewährte Möglichkeit für Vereine, die keine eigenständigen Mannschaften stellen können, unbürokratisch eine gemeinsame Mannschaft für den Spielbetrieb zu melden.
Flexible Mannschaftsgrößen:
Nicht überall können Vereine komplette Mannschaften stellen. Ihnen soll die Chance geboten werden, mit verkleinerten Teams am Wettspielbetrieb teilzunehmen. In den unteren Spielklassen wird der Spielbetrieb bei den A-, B- und C-Junioren erleichtert, indem Vereine entsprechend ihrer Möglichkeit eine 11er-, 10er-, 9er- oder 8er-Mannschaft für den Spielbetrieb melden. Es können auf Kreisebene Staffeln gebildet werden, in denen sowohl Mannschaften mit kompletter Spielerstärke als auch reduzierter Spielerstärke teilnehmen. Treffen Mannschaften mit unterschiedlicher Stärke aufeinander, richtet sich die Anzahl der Spieler am „kleineren" Team aus.
Kreisübergreifende Spielklassen:
Sind in einem Kreis nicht genügend Mannschaften in einer Altersklasse vorhanden, ist es legitim mit dem Nachbarkreis eine gemeinsame Staffel zu organisieren. Dieses Modell wurde bzw. wird erfolgreich in der Entwicklung des Mädchenfußballs praktiziert.
Zweitspielrecht:
Spieler, die in ihrer Altersklasse keine Spielmöglichkeit in ihrem Stammverein haben, können ein Zweitspielrecht für einen Nachbarverein beantragen. Dort nehmen sie am regulären Spielbetrieb des Vereins teil. Die Spielberechtigung für den Stammverein bleibt erhalten.
Weitere Informationen finden Sie auf dieser Internetseite unter der jeweiligen Rubrik.










