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SC Wiedenbrück gewinnt Krombacher Pokal Finale

17.07.2011

Der SC Wiedenbrück muss sich neues Briefpapier anschaffen und im Kopf einen weiteren Titel eintragen. Durch einen hoch verdienten 3:1-Endspielsieg über den NRW-Ligisten RW Ahlen gewann der Regionalligist am Sonntag den Krombacher Pokal des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen. Vor 700 Zuschauern im Jahnstadion gerieten die Gastgeber zwar durch Bernhard Venker mit 0:1 in Rückstand (25.), setzten ihre Dominanz dann aber in Treffer von Lukas Krause (29.), Robert Mainka (37.) und Aias Aosman (92.) um.

Als Johanna Redmer, Gebietsverkaufsleiterin der Krombacher Brauerei, und FLVW-Pokalspielleiter Jürgen  Böcking die große Trophäe an den Wiedenbrücker Kapitän Sebastian Lange überreichten, war der Jubel groß, die Freude aber auch etwas getrübt: Mit Carsten Strickmann (Jochbeinbruch) und Robert Mainka (Schultereckgelenksprengung) verlor der Sieger zwei Wochen vor dem DFB-Pokalknüller gegen den 1. FC Köln zwei Führungsspieler und Leistungsträger durch Verletzungen. Trainer Thomas Stratos stellte gleichwohl den fairen Charakter des Finales heraus, das für Schiedsrichter Mario Schleicher (Hagen) nach 26-jähriger Tätigkeit das offizielle Abschiedsspiel war.

 

In der unterhaltsamen Partie mit erfrischendem Offensivfußball und rund 20 Torchancen leisteten die klassentieferen Ahlener qualifizierte Gegenwehr. „Wenn wir eine unserer weiteren Chancen nutzen, kann das Spiel auch eine andere Wendung nehmen“, kommentierte RWA-Coach Thomas Berndsen den Verlauf, ohne die Korrektheit des Wiedenbrücker Erfolgs in Frage zu stellen. Kollege Stratos hatte nicht nur Gefallen am Traumtor von Lukas Krause, der den Ball aus 22 Metern mit links genau in den Winkel setzte, sondern auch an dem konsequenten Kombinationsstil seiner Elf: „Wir sind als Mannschaft schon recht gut dabei und sind aufgrund der Qualität unserer Spieler immer in der Lage, das Tempo zu erhöhen.“ Vor allem der mal als Links-, mal als Rechtsaußen angreifende Neuzugang Kwasi Boachie hatte es dem Publikum angetan.

 

Den Lohn für das Erreichen des Krombacher Finals ernten beide Teams in zwei Wochen: Der SC Wiedenbrück empfängt am 31. Juli um 17.30 Uhr im wahrscheinlich ausverkauften Gütersloher Heidewaldstadion den Bundesligisten 1.FC Köln zum Erstrundenspiel im DFB-Pokalwettbewerb. Rot-Weiß Ahlen hat es mit dem Zweitligisten SC Paderborn zu tun. Der Anlauf zum nächsten westfälischen Pokalsieg beginnt schon am 17. August: Bei der nach Spielschluss im Jahnstadion vorgenommenen Auslosung erwischte Ahlen den Landesligisten Mengede 08/20 als Gegner, während Wiedenbrück beim Westfalenligisten Delbrücker SC antreten muss. „Wir sind der Krombacher-Brauerei sehr dankbar, dass sie auch im nächsten Jahr Sponsor dieses Wettbewerbs ist“, sagte FLVW-Vizepräsisent Manfred Schnieders.

Die Erstrundenpartien sowie alle weiteren Informationen rund um den Krombacher Pokal stehen Ihnen hier als Download zur Verfügung.

 

SC Wiedenbrück: Lange – Starostzik (59. Kickermann), Halstenberg, Leeneman, Rogowski – Strickmann (46. Tietz), Krause – Aosman, Boachie – Mainka (72. Studtrucker), Jansen.

RW Ahlen: Hahnemann – Dutschke, Thamm, Thiele, Nas – Glöden – Szymaniak, Venker (85. Musto), Cabuk (62. Stromer) – Ramsey (82. Kusakci), Said.

Tore: 0:1 (25.) Venker, 1:1 (29.) Krause, 2:1 (37.) Mainka, 3:1 (92.) Aosman.

Fotos: Henrik Martinschledde

Von: Wolfgang Temme