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Aufgaben und Organigramme

machtorientiert ...

Es geht um zweierlei: Der Verein muss sich darauf verlassen können, dass übernommene Aufgaben und Verantwortungen zweifelsfrei bekannt sind und die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter will wissen, wie und wodurch die eigene Arbeit zum Gemeinschaftserfolg beiträgt.

Natürlich haben die meisten Vereine noch klare hierarchische Strukturen- wie im alten Preußen (und manche Vereine stammen ja sogar noch aus dieser Zeit). Natürlich fühlen sich viele Menschen in diesen Strukturen auch noch wohl (weil sie sie gewohnt sind) und manche fühlen sich von diesen Strukturen sogar regelrecht angezogen (schliesslich bieten sie - neben einigen anderen Vorteilen - auch die Chance, endlich mal jemanden "unter sich" oder überhaupt etwas zu sagen zu haben). Aber hierarchische Strukturen leben auch immer in erster Linie von der Qualität der Führung, weniger von der Qualität der Gemeinschaft. Und, Hand aufs Herz: wer von uns glaubt, dass uns diese Strukturen helfen, die Zukunft zu gewinnen (wo sie uns doch kaum helfen, die Gegenwart zu bewältigen)?
Ein Verein ist keine Reserveübung und unsere Zukunft braucht Menschen, die sich von Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten mehr begeistern lassen, als von Posten.

Wer macht was?

... oder aufgabenorientiert.

Wer macht was?
-zielorientierte Organigramme


Gestalten Sie Ihr Organigramm von den Zielen und Aufgaben her, leiten Sie untergeordnete Aufgaben und Ziele aus übergeordneten Aufgaben und Zielen ab und ordnen Sie den Aufgaben und Zielen schliesslich die Menschen zu, die dazu beitragen, dass Ziele erreicht und Aufgaben erfüllt werden. "Vorstand" ist kein Ziel. "Orientierung geben, Wirtschaftlichkeit sicherstellen, Zukunft gestalten" sind Ziele.
Welche Aufgaben und welche Verantwortung haben die Menschen übernommen, die gemeinsam an bestimmten Zielen arbeiten?

Organigramme verändern nichts
aber Organigramme bestimmen Sichtweisen


Mit der Gestaltung des Organigramms greifen Sie in keine Satzung ein und nehmen auch niemandem seine Zuständigkeiten und Kompetenzen weg. Mit zielorientierten Organigrammen bilden Sie nur eine andere Ebene der Vereinswirklichkeit ab: statt Menschen und Gremien nach Macht und Bedeutung über- und unterzuordnen, stellen Sie Ziele und Aufgaben in den Mittelpunkt und ordnen die Menschen darauf hin zu. Machen Sie es und Sie werden feststellen, wie viel mehr an Zusammengehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl eine solche Darstellungsweise vermittelt. So können Sie mit der einfachen Veränderung der Betrachtungsweise bereits einen spürbaren Gewinn an Dynamik und Enthusiasmus erzielen!

Bessere Orientierung für die Mitarbeiter
Besseres Controlling für Sie


Zugegeben, zuerst werden Sie etwas Zeit (und einige Bögen Papier) verbrauchen, bis Ihr Organigramm - je nach Vereinsgrösse auch Ihre Organigramme - die endgültige Form erreicht hat. Aus einem guten zielorientierten Organigramm kann dann aber nicht nur jeder Mitarbeiter ablesen, an welcher Stelle und mit welcher Verantwortung er (oder sie) zum Gemeinschaftswerk beiträgt, Sie und Ihre Kollegen in der Vereinsführung können auch gleich erkennen, dass alle wichtigen Aufgaben von geeigneten Menschen erledigt werden! Wie aus diesen Organigrammen dann einfache und motivierende Aufgabenbeschreibungen für die einzelnen Mitarbeiter (wo nötig) abgeleitet werden können, haben Sie am Beispiel aus dem vorangegangenen Kapitel "Mitarbeiter gewinnen" gesehen.

Die Technik des Mind-Mapping
Einen "Gedanken-Lageplan" zeichnen


Das Organigramm zu erstellen, ist nicht an erster Stelle eine Zeichenaufgabe. Die wirkliche Herausforderung ist, zunächst die richtige Struktur zu finden! Dabei kann Ihnen die Methode des Mind-Mapping sehr gute Dienste leisten. Eine einfache Anleitung zum Mind-Mapping finden Sie auf der Seite zeitzuleben.de

Grundregel Nr. 1: Arbeiten Sie sich immer vom Groben ins Feine,
Grundregel Nr. 2: Schlafen Sie über ihren ersten (zweiten, dritten) Entwurf jeweils eine Nacht- gut Ding braucht auch hier Weile (aber nicht unbedingt viel Zeit!).


Haben Sie noch Fragen zu diesem Abschnitt? Haben Sie Ideen, Anregungen, eigene Erfahrungen, Strategien, Erfolge, die Sie mitteilen und zur Diskussion stellen möchten? Dafür steht Ihnen der FLVW, Herr Beyer, zur Verfügung.