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Teambook

Mein Verein ist meine Heimat - emotionale Bindung

Später gemeinsam im Vereinsvorstand?

Erfolgreiche Vereine werden häufig von einem Freundeskreis geführt. Dasselbe gilt für erfolgreiche Mannschaften oder Abteilungen. Wo Teams Erfolge habe, ist meist persönliche Harmonie im Spiel. Harmonie kann man stiften und in den inneren Führungskreisen von Vereinen gibt es keine Ämter und keine Hierarchien.

An der Spitze ist es einsam, sagt man. Wenn Vereine streng in Hierarchien organisiert sind führt diese Einsamkeit nicht selten zu Machgehabe und Misstrauen auf der einen und Widerwillen und Resignation auf der anderen Seite. Erfolgreiche Vereine und Gemeinschaften kennen diese Hierarchien nicht oder ignorieren sie einfach.

Freunde an die Macht

Freundschaft und Führung sind im Wirtschaftsleben eine problematische Paarung, in Vereinen sind sie ein Erfolgsrezept. Daher ist es gut, wenn sich Menschen in Verantwortung Freunde an ihre Seite holen. Es ist gut, wenn gemeinsame Verantwortung so ausgeübt wird, dass aus Begeisterung für die gemeinsame Sache Freundschaft wächst.
Sie können diese Entwicklung von Anfang an unterstützen, indem Sie Mitarbeiter anregen, persönliche Freunde in ihre Teams zu holen. Und Sie sollten größten Wert darauf legen, dass Zusammenkünfte von Führungsteams immer auch einen privaten und vergnüglichen Charakter haben.
Teamsitzungen im Biergarten, zum Ausklang einer Sitzungsrunde ein gemeinsames Spielchen, Jahresklausuren im Rahmen eines gemeinsamen Ausflugs mit Übernachtung: Freundschaftliches Arbeiten braucht solche privaten Augenblicke.
Anders als im Berufsleben können Sie die Menschen nicht dazu zwingen, harmonisch miteinander zu arbeiten. Entweder sie tun es aus Sympathie und Überzeugung, oder sie tun es gar nicht!

(weitere Anregungen hierzu finden Sie auch in dem Abschnitt "Mein Verein ist meine Gestaltungsaufgabe")

Vereine und Abteilungen ohne Vorsitzende

Ja, das gibt es, denn nirgendwo steht geschrieben, dass ein Verein einen Vorsitzenden haben muss. Das Gleiche gilt natürlich umso mehr für Abteilungen. Moderne Führungsgremien in Gemeinschaften haben keinen Vorsitzenden, sondern einen Moderator (eine Moderatorin), der die Arbeitsprozesse im Team initiiert, moderiert und koordiniert. Damit diese Funktion glaubhaft ausgefüllt und von allen akzeptiert wird, empfiehlt es sich, auf Bezeichnungen wie "Vorsitzender, Stellvertreter" u.s.w. zu verzichten.

Werben Sie für Strukturen, die die gemeinsame Idee in den Mittelpunkt stellen und so Raum schaffen für inspirierte und freundschaftliche Teamarbeit!

Im Sportverein zuhause

Heimat ist nicht nur die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, Heimat ist auch ein Ort. Es gibt Menschen, die von sich sagen, sie seien auf dem Sportplatz oder in der Turnhalle aufgewachsen. Sportanlagen, Geschäftsstelle, Clubheim: Was immer Sie dazu beitragen können, dass diese Orte als Anlaufstellen und Aufenthaltsorte für Mitglieder und Mitarbeiter attraktiv werden, tun Sie es!

Eine praktische Anregung: schaffen Sie eine Trainingszeit, in der möglichst viele Mitarbeiter Ihres Vereins zum gemeinsamen Training (Beispiel: eine Halle mit aufgebautem Fitnesszirkel und physiotherapeutischer Begleitung) zusammenkommen können. So schaffen Sie mit einer einzigen Maßnahme Exklusivität, Nutzen, entspannte Gemeinschaft und persönliche Kommunikation.


Haben Sie noch Fragen zu diesem Abschnitt? Haben Sie Ideen, Anregungen, eigene Erfahrungen, Strategien, Erfolge, die Sie mitteilen und zur Diskussion stellen möchten? Dafür steht Ihnen unser FORUM zur Verfügung. Sie können hier Ihre Frage oder Ihren Beitrag selbst sofort online stellen oder auf Fragen anderer Kollegen antworten.

Vernetzte Teamorganisation - gewusst wie